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Burg Weißenstein – Erkunde die imposante Burgruine im Steinwald

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Die Burgruine Weißenstein in der Nähe von Waldershof ist eines der beliebtesten und in unseren Augen auch eines der schönsten Ausflugsziele im gesamten Steinwald. Die Burg befindet sich auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges auf rund 863 m. Ein fantastischer Rundblick auf das Fichtelgebirge und das Umland ist dir damit also garantiert! Was du dort aber alles im Detail entdecken kannst und wie du am besten vom Parkplatz aus zur Burg Weissenstein wandern kannst, haben wir dir im nachfolgenden Beitrag zusammen gestellt.

Was kannst du bei der Burg Weißenstein entdecken?

Nach deinem Aufstieg durch den umliegenden Steinwald, kannst du die ersten Mauern bereits aus einiger Ferne durch die Bäume erahnen. Die beeindruckende Burgruine Weißenstein steht auf den mächtigen Felsentürmen des Gipfelbereichs in mitten auf einer ausgedehnten Lichtung. Die Konstellation aus natürlichen Felsen, in die die dicken Mauerwerke auf imposante Art und Weise integriert wurden, bieten dir einen einmaligen und fast schon magischen Anblick. Der ehemalige Bergfried der Burg thront auf dem höchsten Felsmassiv. Sehr eindrucksvoll und für sich alleine schon sehenswert.

Burgruine Weissenstein im Sommer
Die Burgruine im Sommer
Die Burgruine Weißenstein im Steinwald im Winter
Die Burgruine im Winter

Den Bergfried selbst kannst du sogar besteigen. Treppen führen dich von außen in luftige Höhe hinauf. Aber Kopf einziehen! Du wirst schnell merken, dass die Eingangspforte des Bergfrieds eher nicht für die heutigen Körpergrößen gedacht war. Die letzten Meter hinauf zu seiner Spitze legst du im Inneren über schmale Holztreppen zurück. Im Winter und Frühjahr heißt es allerdings gut festhalten und aufpassen, denn die Stufen können dann doch recht rutschig sein. Nicht, dass du schneller wieder im Burghof bist, als dir lieb ist.

Hölzerne Treppen hinauf auf den Bergfried der Burgruine Weissenstein
Den Bergfried der Burgruine Weißenstein kannst du über hölzerne Treppen erklimmen (Schwindelfreiheit vorausgesetzt)
Blick aus dem Bergfried der Burg Weißenstein
Kopf einziehen! – die Pforte des Bergfriedes hat nicht die optimale Höhe für große Menschen der heutigen Zeit

Hast du es bis ganz nach oben auf die dortige Aussichtsplattform geschafft, bietet sich dir ein ganz fantastischer Rundumblick auf die Gipfel des Fichtelgebirges, den umliegenden Steinwald und weit darüber hinaus. Was du in den jeweiligen Blickrichtungen im Detail erkennen kannst, zeigt dir eine steinerne Platte in der Mitte der Plattform. Wenn du dich traust über die Mauern nach unten zu blicken, kannst du zudem die ehemaligen Ausmaße der mächtigen Burg Weißenstein erahnen.

Wunderschöne Aussicht vom Bergfried der Burgruine Weissenstein im Steinwald aus
Von der Aussichtsplattform auf der Spitze des Bergfrieds hast du einen klasse Rundumblick auf den Steinwald und die Gipfel des Fichtelgebirges
Blick auf die Burg Weißenstein
Ein Blick auf die Mauerreste der ehemaligen Wohngemächer und die Außenmauern lassen dich erahnen wie imposant die Burg Weißenstein einmal war

Auf der linken Seite der Burg kannst du durch die ehemaligen Wohngemächer der Burg schreiten. Hier sind aber auch nur noch die Grundmauern und der frühere Kellerbereich erhalten. Aber so ist das wohl bei einer Burgruine. Im Vergleich zu vielen anderen Ruinen, wie zum Beispiel der Burgruine Hirschstein auf dem Kornberg, ist von der Burg Weißenstein im Großen und Ganzen aber noch sehr viel erhalten bzw. entsprechend restauriert.

Auch mit viel Fantasie und gutem Willen, kommt man aber nicht zu dem Schluss, dass es sich dort einmal komfortabel leben ließ. Zumindest nicht nach heutigem Empfinden. Immer auch einmal wieder gut und wichtig sich diese Tatsache vor Augen zu führen. Von dort aus hast du im Übrigen auch einen klasse Blick auf den Bergfried. Alleine deshalb lohnt sich dieser kleine Abstecher unserer Meinung nach. Auf der rechten Seite des Bergfrieds führt dich eine Brücke über den ehemaligen Burggraben der Burg Weißenstein. An der Stelle der heutigen Brücke befand sich vor vielen Jahrhunderten einmal eine Zugbrücke.

Bergfried der Burg Weißenstein von den Wohngemächern aus

Um die Burgruine Weißenstein bestmöglich zu erkunden und nichts Sehenswertes zu verpassen, kannst du den beiden gut ausgeschilderten Rundwegen folgen. Hier gibt es den inneren und den äußeren Rundsteig. Diese führen dich, wie die Namen schon andeuten, durch die inneren Burganlagen sowie den weitläufigen Außenbereich, entlang der ehemaligen Außenmauern. Einige der früheren Burgmauern sind hierbei sogar noch recht gut erhalten bzw. instand gesetzt. Wir würden dir definitiv empfehlen dir die Zeit zu nehmen den beiden Wegen zu folgen. Diese sind wirklich sehr interessant und auch nicht allzu lang.

Bronzestatue bei der Ruine Weißenstein
Rund um die Burgruine gibt es einiges zu entdecken

Am Fuße der Burg findest du übrigens auch überdachte Sitzmöglichkeiten. Es lohnt sich also durchaus eine Brotzeit einzupacken. So kannst du dich nach der ausgedehnten Entdeckungstour durch die alten Gemäuer stärken, bevor du deine Wanderung fortsetzt oder den Rückweg antrittst.

Der Kiebitzstein unterhalb der Burgruine

Unterhalb der Burgruine Weißenstein gibt es für dich noch den Kiebitzstein zu entdecken. Ein von oben sehr unscheinbar anmutender Fels. Doch folgst du dem Weg noch ein Stück nach unten, erwartet dich eine kleine Überraschung, denn es befindet sich ein begehbares Felsentor darunter. Wenn man schon einmal bei der Burg ist, lohnt sich ein kurzer Abstecher allemal. Der Weg zum Felsen ist unterhalb der Ruine ausgeschildert.

Wegweiser zum Kiebitzstein

Auch wenn sich der Kiebitzstein nur rund 100 m Luftlinie von der Burg entfernt befindet, ist der kurze Abstieg nicht zu unterschätzen. Wenn der Weg nass ist, werden die Wurzeln und Steine des steilen Weges zur echten Stolperfalle. Also bitte unbedingt auf angemessenes Schuhwerk und Trittsicherheit achten. Wir haben dich gewarnt!

Der Kiebitzstein unterhalb der Burg Weißenstein im Steinwald
Unterhalb der Burgruine Weissenstein kannst du den faszinierenden Kiebitzstein erkunden.

So kannst du zur Burgruine Weißenstein wandern

Wie du siehst, lohnt es sich definitiv die berühmte Burgruine des Steinwalds einmal selbst zu besuchen. Doch wie kommst du dort nun genau hin? Nun das wollen wir dir in den nachfolgenden Abschnitten im Detail erklären. Weiterhin verraten wir dir, welche interessanten Ziele sich noch in der unmittelbaren Nähe der Burg befinden und wie du die Wanderung noch etwas ausdehnen kannst. So ist wirklich für jeden Geschmack und jeder erdenklichen Tagesverfassung das Richtige dabei!

Burgruine Weißenstein Parkplatz

Wenn du zur Burg Weißenstein wandern möchtest, startest du am besten am Parkplatz in Hohenhard bei Waldershof. Der Weg zum Wanderparkplatz ist sehr gut ausgeschildert. Du solltest daher kaum Probleme haben diesen zu finden. Zu Sicherheit haben wir dir diesen auf der nachstehenden Karte markiert. Wir hoffen diese hilft dir bei der Orientierung.

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Vom Parkplatz in Hohenhard aus erreichst du die Burgruine Weißenstein in lediglich knapp 30 min. Und dazu musst du dich nicht einmal beeilen. Da der Weg dich über gut ausgebaute Forstwege führt, kannst du die kurze Wanderung prinzipiell auch mit Kinderwagen problemlos antreten.

Breiter Forstweg vom Parkplatz zur Burgruine Weißenstein
Vom Parkplatz aus führen breite Forstwege zur Burgruine Weißenstein im Steinwald

Kurze Rundwanderung über die Dreifaltigkeitskappelle

Ein schöner kurzer Rundwanderweg führt dich über die Burgruine Weißenstein und die Dreifaltigkeitskapelle. Diesen können wir dir definitiv empfehlen, wenn dir der kurze Aufstieg zur Burg etwas zu kurz ist. Hierfür folgst du dem breiten Forstweg vom Wanderparkplatz aus wieder, vorbei am Moor zu deiner Rechten, hin zur Ruine. Hast du dort die alten Gemäuer und was es dort noch alles zu entdecken gibt erkundet, folgst du dem urigen Wanderweg rechts der Ruine in den Wald hinein.

Zur Burgruine Weißenstein wandern
Über urige gut beschilderte Wanderwege gelangst du weiter zur Dreifaltigkeitskapelle

Der Wanderweg hin zur Dreifaltigkeitskappelle ist von der Burg Weissenstein aus sehr gut ausgeschildert. Du kannst den Einstieg zum Weg quasi gar nicht verpassen. Folgst du dem Wanderweg weiter, kommst du nach kurzer Zeit auf eine größere Lichtung bzw. Kreuzung. Dort befindest sich die wundervolle Kappelle am Waldesrand.

Die wunderschöne Dreifaltigkeitskapelle im Steinwald
Die schöne Dreifaltigkeitskapelle findest du in Mitten einer Lichtung unweit der Burgruine

Für den Rückweg biegst du vor der Kapelle rechts ab und beginnst so den Abstieg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Nach einiger Zeit triffst du auf eine breite Forststraße. Diese kreuzt du aber und folgst dem Wanderweg auf der gegenüberliegenden Seite der Forststraße weiter in den Wald hinein. Nach ca. 15 min kommst du wieder bei dem Moor, an dem du bereits zu Beginn der Wanderung vorbeigekommen bist, heraus. Nach weiteren 10 min bist du auch schon wieder am Auto angelangt.

Für diese kurze Wanderung musst du mit rund 1,25 h Gehzeit rechnen. Also perfekt für einen kleinen Sonntagsspaziergang. Je nachdem wie viel Zeit du mit der Erkundung der Burgruine Weißenstein und dem Genießen der wunderbaren Aussicht verbringst, lässt sich so natürlich auch wunderbar ein Nachmittag füllen.

Nach getaner Arbeit, bietet es sich noch an, sich bei einer Brotzeit und einer kühlen Hopfen-Kaltschale zu stärken. Ein Glück, dass sich unweit vom Wanderparkplatz in Hohenhard das Marktredwitzer Haus befindet. Wir haben dir gleich einmal deren Website mit verlinkt. Dort findest du die aktuellen Öffnungszeiten und die Speisekarte.

Kleiner Abstecher zum Schlossfelsen

Wenn du dem Wanderweg bei der Dreifaltigkeitskapelle weiter gerade aus über die Lichtung folgst und nicht wie oben beschrieben rechts abbiegst, kann du noch einen Abstecher zum Schlossfelsen machen. Diesen können wir dir ebenfalls durchaus empfehlen, zumal du insgesamt nur knapp 20 min Umweg zur kurzen Rundwanderung einplanen musst.

Der Schlossfelsen ist eine interessante Felsformation in Mitten des Waldes. Einer der Felsen kann prinzipiell recht einfach bestiegen werden. Von der vorderen Seite führt nämlich eine Art „Rampe“ nach oben. Von dort oben hat man einen netten Ausblick über die umliegenden Wälder bis hinab ins Tal. Empfehlen würden wir dir dies aber definitiv nicht, denn runter musst du ja schließlich auch wieder. Und das ist nicht ganz so trivial wie hinauf zu kommen. Zudem gibt es keinerlei Sicherungen oder Ähnliches. Ohne angemessenes Schuhwerk und ein hohes Maß an Trittsicherheit wäre dies zudem lebensgefährlich.

Weiterwandern zum Oberpfalzturm

Wenn du dem Weg, vorbei am Schlossfelsen weiter folgst, gelangst du nach einem weiteren kurzen Aufstieg zum rund 30 m hohen Opferpfalzturm. Einem weiteren Highlight der Region. Dieser befindet sich auf dem Gipfel des höchsten Bergs im Steinwald, der 946 m hohen Platte. Aber bitte nicht mit der Platte im Schneeberg-Massiv nahe Tröstau verwechseln. Um dich maximal zu verwirren, gibt es nämlich auch hier einen zweiten gleichbenannten Berg in nicht allzu großer Ferne. Vom Oberpfalzturm aus, bietet sich dir ein fantastischer Rundumblick auf das Fichtelgebirge und den Oberpfälzer Wald. Hierfür musst du dich aber erst einmal die zahllosen Stufen hinauf zur Aussichtsplattform quälen.

Oberpfalzturm
Oberfalzturm im Steinwald

Die extra Runde über das Waldhaus zum Reiseneggerfelsen

Wenn du noch nicht ausgelastet bist oder aus dem Besuch der Burgruine Weissenstein einen Halb- bis Ganztagestrip machen möchtest, haben wir folgende Empfehlung: wandere vom Oberpfalzturm aus nach unten zum Waldhaus und Reiseneggerfelsen. Dort wartet eine entspannte Einkehr auf dich.

Reiseneggerfelsen
Aufgang zum Reiseneggerfelsen

Nach der Stärkung im Waldhaus wäre eine schöne Route und sehenswerter Punkt noch der Reiseneggerfelsen. Alle genannten Punkte sind über Maps leicht auffindbar. Aber sieh einfach selbst, was dich dort erwartet:

Was du dort aber im Detail noch alles entdecken kannst, wollen wir dir in einem separaten Beitrag zeigen. Es lohnt sich also in Kürze noch einmal vorbei zu schauen.

Autor: Fichtelguide-Team

Wir sind Peter, Markus und Sabrina und schreiben auf dem Fichtelguide über unsere Lieblingsorte im Fichtelgebirge. Wir lieben den Ausgleich, den die Natur, die tolle Aussicht und magischen Plätze zum stressigen Alltag bieten. Mehr über uns gibt's auf unserer "Über uns"-Seite.

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