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Die Hohe Matze – Erkunde die geheimnissvolle Girgel-Höhle und besteige den höchsten Punkt der Prinzenfelsen

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Die hohe Matze ist ein eher nicht so bekannter und damit auch ein vergleichsweise wenig frequentierter 816 m hoher Gipfel im Fichtelgebirge, unweit der beiden Städte Nagel und Tröstau. Wie wir dir im nachfolgenden Beitrag aber beweisen wollen, soll dies aber nicht bedeuten, dass sich der Aufstieg für dich nicht lohnt. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Schon alleine die beiden Highlights entlang des unten beschriebenen Weges rechtfertigen deine Strapazen allemal. Die geheimnisvolle Girgelhöhle wartet darauf von dir erkundet sowie durchklettert zu werden und du kannst dich auf den fantastischen Ausblick von den mächtigen Prinzenfelsen und vom Gipfel selbst aus freuen. Was dich hier aber im Detail erwartet, möchten wir dir nachfolgend nicht vorenthalten.

Wanderung zur hohen Matze über Prinzenfelsen und Girgelhöhle

Nun, wie wanderst du nun am besten zur hohen Matze? Wir würden dir empfehlen vom Silberhaus aus, vorbei an den Prinzenfelsen und der Girgelhöhle zu wandern. Auf diesem Weg nimmst du alle Sehenswürdigkeiten mit und machst das beste aus deinem Ausflug. Bis zum Gipfel kannst du hier mit einer einfachen Gehzeit von rund 45 Minuten rechnen. Die Zeit, zum Erkunden der mysteriösen Höhle, zum Genießen der fantastischen Aussicht und einer kleinen Stärkung musst du natürlich noch hinzurechnen. Als guten Daumenwert kannst du von rund 1,5 h ausgehen.

Wandern zur hohen Matze über die Girgelhöhle und Prinzenfelsen im Fichtelgebirge
Vom Silberhaus aus, wanderst du über die Prinzenfelsen, zur mysteriösen Girgelhöhle und schließlich zum Gipfel der hohen Matze

Beim Silberhaus kannst du auch direkt parken. Dort befindet sich ein großer Parkplatz, bei dem auch in aller Regel noch ein Plätzchen frei ist. Dieses liegt direkt an der B303. Du kannst es also gar nicht verfehlen. Nach deiner Tour kannst du dich hier auch bei einer leckeren Brotzeit und einem Bierchen von deinem Marsch erholen und deine Erlebnisse verarbeiten. Die aktuellen Öffnungszeiten und die Speisekarte findest du übrigens auf deren offiziellen Website. Hier kannst du dir gleich einmal Appetit holen.

Um zur hohen Matze zu wandern, folgst du einfach den Wegweiseren am vorderen Ende des Parkplatzes hinein in den Wald. Hierbei handelt es sich um den Höhenweg, den du leicht an dem weißen H auf rotem Grund erkennst. Behältst du dies im Hinterkopf kannst du dich auf dieser Tour eigentlich unmöglich verlaufen. Der Weg führt dich über Forstwege und zum Ende hin über wunderbare steinige Waldwege, vorbei an mächtigen Granitfindlingen und Felsformationen dem Ziel entgegen.

Die Prinzenfelsen – Freue dich auf eine einmalige Aussicht

Folgst du dem Höhenweg wie beschrieben, siehst du bereits nach einem kurzen Marsch den Wegweiser zu den Prinzenfelsen. Hierbei handelt es sich um zwei mächtige Granitfelsen in Mitten des Waldes, die du bereits aus einiger Entfernung durch die Bäume hindurch erspähen kannst. Den höchsten davon kannst du sogar über steile hölzerne Treppen besteigen. Von der kleinen Aussichtsplattform auf dessen Spitze in 751 m Höhe aus, bietet sich dir ein überragender Ausblick. In der Ferne kannst unter anderem den Ochsenkopf und die Skipiste in Mehlmeisel erspähen. Wirklich klasse.

Aufstieg zu den Prinzenfelsen im Fichtelgebirge
Extrem steile Treppen führen dich hinauf zur Aussichtsplattform auf den Prinzenfelsen im Fichtelgebirge
Fantastischer Blick von der Aussichtsplattform der Prinzenfelsen aus
Hast du es nach oben geschafft, ohne dir die Beine zu brechen, bietet sich dir ein fantastischer Ausblick

Auch wenn die Aussicht von den Prinzenfelsen auf das umliegende Fichtelgebirge fantastisch und unbedingt sehenswert ist, solltest du dir den Aufstieg wirklich gut überlegen. Die Treppen sind nämlich extrem steil und die Stufen sehr schmal, was auf den Bildern vielleicht nicht unbedingt den Anschein macht. Zudem führt dich der Aufstieg zu Beginn über ein paar steinige Segmente, die auch nicht ganz ohne sind. Falls du also nicht über ein ansehnliches Maß an Trittsicherheit und angemessenes Schuhwerk verfügst, wäre es vermutlich angeraten die Felsen eher von unten zu bestaunen. Im Winter würden wir dir sogar ganz davon abraten hinauf zu steigen. Denn rauf geht es meist deutlich leichter als runter (zumindest in kontrollierter Art und Weise).

Der Abstieg ist vor allem im Herbst und Winter nicht ohne und definitiv nicht ungefährlich!

In unmittelbarer Nähe zu den beiden Prinzenfelsen gibt es auch noch eine Vielzahl an weiteren mächtigen Felsenburgen und Felsformationen zu erkunden und zu bestaunen. Es lohnt sich definitiv sich noch etwas umzusehen und sich durch die engen Durchgänge zu schlängeln, bevor du wieder auf den Höhenweg zurückkehrst, um deinen Aufstieg zur hohen Matze fortzusetzen. Versprochen! Hier herrscht wirklich eine einmalige Atmosphäre, die du einmal selbst erlebt haben musst.

Felsenformationen nahe der Prinzenfelsen

Die geheimnisvolle Girgelhöhle im Fichtelgebirge

Bist du nach deinem Abstecher zu den Prinzenfelsen auf den Höhenweg zurückgekehrt, bietet sich dir nach wenigen Hundertmetern gleich die nächste Möglichkeit zu einer kleinen Entdeckungstour, hin und durch die Girgelhöhle. Und das solltest du dir wirklich nicht entgehen lassen, denn in unseren Augen ist dies das geheime Highlight der Tour. Der Ausflug wird dir definitiv im Gedächtnis bleiben, denn sowas siehst du sicher nicht alle Tage. Aber was erwartet dich hier denn nun genau?

Der Eingang zur Girgelhöhle
Der Eingang zur geheimnisvollen Girgelhöhle im Fichtelgebirge

Die Höhle selbst besteht aus gewaltigen übereinander geschichteten Felsblöcken und Platten. Das unscheinbare Äußere täuscht hier jedoch gewaltig, denn das Innere hält einige Überraschungen für dich bereit. Quetscht du dich durch den schmalen Höhleneingang ins Innere, stehst du in einem großen Innenraum. Und stehen ist hier durchaus wörtlich gemeint, denn selbst mit 1,90 m kann ich hier bequem stehen. Aber das war natürlich noch nicht alles.

Im Inneren der Girgelhöhle im Fichtegebirge erwarten dich einige Überraschungen und abenteuerliche Geheimwege

Denn im Inneren erwartet dich ein kleines Felsenlabyrinth. Gegenüber des Eingangs weißt dir ein kleiner weißer Pfeil den Weg hindurch. Aber hierfür sollte man wirklich doch verhältnismäßig schlank sein, denn sonst könnte es sein, dass dich deine Begleitung wieder an den Füßen herausziehen muss. Die Durchgänge sind hier wirklich sehr eng und niedrig. Aber keine Sorge, selbst wir haben hier durch gepasst und das sogar mit unseren Rucksäcken. Durch schmale Durchgänge und über abenteuerliche Treppen gelangst du durch den Hintereingang der Girgelhöhle auf das “Dach” der Felsformation hinauf. Wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Besonders deine Kinder werden hier ihre wahre Freude haben. Absolute Empfehlung.

Die Girgelhöhle im Fichtelgebirge hält einige Überraschungen für dich bereit

In der Höhle hat sich wohl auch in der grauen Vergangenheit ein mutmaßlicher Mörder aus dem benachbarten Nagel, der Namensgeber der Höhle, versteckt. Die Girgelhöhle hat also eine durchaus interessante Geschichte. Weitere Details zur Geschichte kannst du auf den Infotafel vor dem Höhleneingang nachlesen.

Um wieder zurück auf den Höhenweg zu gelangen und deine Wanderung zur hohen Matze fortzusetzen, gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder den gleichen Weg durch die Höhle zurück gehen oder du folgst den ausgetretenen Pfaden am Hinterausgang der Girgelhöhle.

Hohe Matze

Nach rund einer dreiviertel Stunde Gehzeit erreichst du schließlich den Gipfelbereich der hohen Matze. Dieser besteht aus einer beachtlichen Granitfelsenburg und einer Vielzahl weiterer riesiger Felsblöcken, die diese umgeben. Auf deren Spitze thront ein großes Gipfelkreuz auf 816 m. Einen Aussichtsturm oder eine separate Aussichtsplattform, wie es sie beispielsweise auf dem Nußhardt oder dem Ochsenkopf gibt, kannst du hier allerdings nicht vorfinden.

Gipfelkreuz der hohen Matze im Fichtelgebirge
Der Aufstieg zum Gipfelkreuz ist zwar möglich, verlangt dir aber ein hohes Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ab

Zum Gipfelkreuz selbst gibt es keinen ausgezeichneten Weg. Wenn du auch auf den Gipfelfelsen hinauf möchtest, um von dort den fantastischen Ausblick auf die Kösseine genießen möchtest, musst du etwas klettern. Hierfür nimmst du am besten die rechte Seite in Angriff. Von links wüssten wir zumindest nicht, wie man hier nach oben kommen sollte. Aber Achtung, es ist nicht ganz ungefährlich nach oben zu kraxeln, also versuche es bitte nur, wenn du ein gesundes Maß an Bergerfahrung und vor allem Trittsicherheit mitbringst. Solltest du abrutschen, landest du hier schnell in den Lücken zwischen den einzelnen Felsblöcken. Das wäre eher ungünstig und vermutlich nicht sonderlich angenehm. Spaß macht der Aufstieg aber definitiv, wenn man es sich zutraut.

Verdientes Bier am Fuße der hohen Matze

Es lohnt sich auf jeden Fall eine kleine Brotzeit zur Stärkung einzupacken. Am Fuße des Gipfels gibt es einen wunderbaren Rastplatz mit einmaliger Aussicht auf die Kösseine. Wir haben uns hier unser wohlverdientes Gipfelbierchen schmecken lassen. Bei der Aussicht in Mitten der wunderbaren Natur des Fichtelgebirges schmeckt es dann doch gleich noch besser.

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